Kooperation mit weiterführenden Schulen!


Vom Kinderhaus bis zur Sekundarstufe?
Im Mai 2007 trafen sich zehn LehrerInnen und eine Referendarin des Alexander - von - Humboldt - Gymnasiums im Montessori-Kinderhaus. Frau Damerow absolviert derzeit den Montessori-Diplomkurs, welcher von der Aktion Sonnenschein M/V durchgeführt wird. Sie erklärte ihrem Team die Grundzüge der Montessori-Pädagogik im Vorschulalter. „AUF DEN ANFANG KOMMT ES AN!“, dies wissen auch die LehrerInnen am Humboldt-Gymnasium. Mit Beginn des Schuljahres 2007/08 übernehmen sie erstmals eine Klasse mit 24 Schülern der Montessori-Grundschule mit angeschlossener Orientierungsstufe, welche mit dem 7. Schuljahr die allgemeine Hochschulreife anstreben. Das Team hat sich lange auf die neuen Schüler vorbereitet. Gemeinsam mit dem Lehrerteam der Montessori-Schule entwickeln die Lehrer ein eigenes Konzept für die Sekundarstufe. Mit Hilfe des flexiblen Klassenzimmers werden kooperatives Lernformen und die Projektmethode in den Unterrichtsalltag einfließen. Aufbauend auf die besonderen Erfahrungen der Montessori-Schüler, welche Selbstorganisation und Eigenverantwortung aus ihren sechs Grundschuljahren gewohnt sind, werden offene Unterrichtsformen zur individuellen Förderung und Forderung stärker als bisher in den Unterrichtsalltag des Humboldt-Gymnasiums einfließen. Die Zusammenarbeit der LehrerInnen und die Rolle des Klassenleiters werden gestärkt. Gerade im Alter von 12 bis 16 Jahre benötigen Schülerinnen und Schüler Strukturen, die ihnen in der Auseinandersetzung mit der Umwelt und ihrer eigenen Rolle in der Gesellschaft Sicherheit und Bewährungsfelder geben.



Kooperation einer Schule in freier Trägerschaft mit kommunalen Schulen!
Der Schulversuchsantrag „Weiterführung von heterogenen Klassen der Montessori-Schule am A.-v.-Humboldt-Gymnasium“ vom Februar 2006 interessierte die Menschen in Greifswald und Umgebung, aber auch Eltern, Lehrer und Wissenschaftler in Rostock, Bielefeld, Hamburg oder Berlin. Ein Jahr benötigte das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur in Mecklenburg-Vorpommern für eine Entscheidung. Im Februar 2007 war die Ablehnung des Schulversuchsantrages für die Eltern der Montessori-Schule eine große Enttäuschung. Bis zum 17. Januar 2007 deutete alles auf einen positiven Bescheid hin. Die Chance, einem Gymnasium die Verantwortung für alle Schüler zu übertragen, war vertan. Aber Eltern und Lehrer unserer Schule haben es gelernt, für moderne Pädagogik zu kämpfen und sich sachlich mit den Problemen auseinender zu setzen. Das Schulamt, der politische Raum und die Stadtverwaltung unterstützten die Zusammenarbeit der Schulen. Am 23.3. 2007 wurde die Verwaltung von der Bürgerschaft beauftragt, mit einer Kooperationsvereinbarung zwischen der Hansestadt Greifswald und der Aktion Sonnenschein M/V e.V. die Zusammenarbeit der Schulen zu regeln. In den vergangenen zwei Monaten hat die Schulleitung der Montessori-Schule Kontakt zu kommunalen Regionalschulen aufgenommen. Mit Beginn des Schuljahres 2007/08 wird eine neue 7. Klasse an der Regionalen Schule E.-M.-Arndt gebildet, in die mehrere Schüler der Montessori-Schule gemeinsam wechseln. Zukünftig werden reformpädagogische Klassen von 7-10 am Humboldt-Gymnasium und der Arndt-Schule geführt. Nach dem 6. Schuljahr können sich die Eltern der Montessori-Schule für dieses gemeinsame Angebot beider Schulträger entscheiden – einem reformpädagogischem Modell vom Kinderhaus bis zum Abitur!

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