Konzept
Unter diesen Link können Sie das
Konzept der Montessori- Schule
öffnen,lesen und ausdrucken.

Kurze Information über Organisation und
Inhalte unserer Schule.
1. Grundlagen und Organisation der Schule
Die Greifswalder Montessori-Grundschule mit angeschlossener
Orientierungsstufe ist eine genehmigte Schule in freier Trägerschaft.
Die Richtlinien, Stoffverteilungspläne und Ferienzeiten des Bundeslandes
gelten auch für Schulen in freier Trägerschaft und sind somit auch für
die Montessori-Schule verbindlich.
Unsere Angebotsschule wird von Kindern aus der ganzen Stadt
sowie aus den angrenzenden Landkreisen besucht.
Darunter befinden sich auch einige Kinder mit verschiedenen Behinderungen;
sie werden in den Schulalltag integriert.
Die LehrerInnen haben eine staatlich anerkannte Ausbildung
sowie zusätzlich ein Montessori-Diplom.
Eltern und Schule schließen einen Beschulungsvertrag ab,
der die gegenseitigen Verpflichtungen regelt.
Die Höhe des monatlichen Schulgeldes ist allgemein festgelegt,
es kann aber in besonderen Fällen und aufgrund der Anzahl
von Kindern aus einer Familie reduziert werden.
Die Kinder können sich ab 7.00 in der Schule aufhalten und beschäftigen;
der Unterricht beginnt um 7.45 und endet – je nach Jahrgangsstufe –
zwischen 12 und 15 Uhr. Die Montessori-Schule ist eine
Schule in Ganztagsform.
Zwischen 12 und 13 Uhr besteht für alle Kinder die Gelegenheit,
Mittag zu essen. Der Hort befindet sich im selben Haus und bietet
den Kindern bis 17 Uhr verschiedene Aktivitäten und
Möglichkeiten zur Beschäftigung an.
In unserer Schule gibt es keine herkömmliche Klasseneinteilung,
sondern jahrgangsübergreifende Strukturen, die sogenannte Ebene,
in denen jeweils drei Jahrgänge ((Klassen 1/2/3 sowie 4/5/6)
zusammengefasst sind. Fachunterricht findet in festen Lerngruppen
von 15 bis 20 SchülerInnen statt.
In der Freiarbeit ist jeweils ein Team von Lehrern
für die inhaltliche Arbeit in einer Ebene verantwortlich.
Das Lernniveau der Kinder wird in (halbjährlichen)
Lernentwicklungsberichten festgehalten,die sich wiederum
auf die "Pensenbücher" stützen, in denen die Fortschritte
der SchülerInnen detailliert dokumentiert werden.
Die Schullaufbahnempfehlungen wird (wie in M/V geregelt)
im sechsten Schuljahr gegeben. Gespräche zwischen Eltern und
LehrerInnen über die schulische und persönliche Entwicklung
der Kinder finden mindestens zweimal im Schuljahr statt.
2. Das Schulleben: Zielsetzung und Methode
Eines unserer wichtigsten Ziele ist es,
den Kindern eigenverantwortliches Handeln und
eigenständige Organisation zu ermöglichen.
Entsprechend den Prinzipien Maria Montessoris
spielt das Vertrauen in den Lernwillen und
die Verantwortung der Kinder eine wichtige Rolle
für Struktur und inhaltliche Gestaltung des Unterrichts.
Neben den intellektuellen und kreativen Fähigkeiten der Kinder
werden im Schulalltag auch ihre Persönlichkeitsentwicklung und
Sozialkompetenz konsequent gefördert.
Unsere SchülerInnen haben Spaß daran und finden es selbstverständlich,
das Schulleben jeden Tag aktiv mitzugestalten.
Ebenso wie an allen Regelschulen gibt es auch bei uns Fachunterricht.
Wir haben in diesem Bereich das übliche Angebot erweitert:
Fachunterricht in der ersten Fremdsprache beginnt
derzeit bereits in Klasse 1 (Frühbeginn).
Darüber hinaus bieten wir den SchülerInnen jedoch
vielfältige andere methodische Möglichkeiten:
In der Freiarbeit beschäftigen sich die Kinder
selbständig mit Lerninhalten. Sie arbeiten fächerübergreifend und
können Partner, Arbeitsplatz und Schwierigkeitsgrad
der Aufgaben selber wählen.
Die LehrerInnen schaffen den Kindern zu diesem Zweck
eine "vorbereitete Umgebung",die es jedem Kind erlaubt,
seine Bildungsbedürfnisse zu befriedigen und
seinen inneren Entwicklungskräften zu folgen.
Im Kontakt mit ihrer Umgebung machen die Kinder eigene
(Lern-) Erfahrungen,sie gebrauchen, Schulen und
vervollkommnen ihre "Werkzeuge".
In offenen Regalen finden die Kinder -nach Themenbereichen geordnet –
verschiedene didaktische Montessori-Materialien.
Jedes Material ist (ganz bewusst!)
nur einmal vorhanden und beinhaltet meist eine Fehlerkontrolle.
Durch das anschauliche Material können sich die Kinder
die Welt selbständig erschließen; dabei lernen sie,
auf ihre eigene Erfahrung zu vertrauen.
Die Selbständigkeit des Lernens – und die Freude der Kinder an den
eigenen Möglichkeiten und Fähigkeiten – beginnt schon am ersten Schultag
mit dem Leselehrgang von Dr. Jürgen Reichen "Lesen durch Schreiben",
den wir im Rahmen unserer Arbeit über die Montessori-Pädagogik
hinaus erfolgreich einsetzen.
Mehrmals im Schuljahr führen SchülerInnen und LehrerInnen
gemeinsam Projekte und Werkstätten zu bestimmten
Themenbereichen durch. Auch hier erfolgt die Arbeit
wieder fächerübergreifend. Die Kompetenz der Kinder wird
hier in hohem Maße gefördert,einbezogen und respektiert.
Diese Grundhaltung stellt die Autorität der LehrerInnen
jedoch nicht in Frage: Im Gegenteil – die Kinder sehen
ihre LehrerInnen als Helfer zur Erlangung eigener Freiheiten,
die selbstverständlich auch an Regeln gebunden sind.
Kurz: Die inhaltliche und organisatorische Struktur des Unterrichts
erlaubt es einem jeden Kind, seine eigenen intellektuellen,
kreativen und sozialen Möglichkeiten individuell einzusetzen und
zu schulen.Dies gilt es – im Interesse eines befriedigenden und
nachhaltigen Lernprozesses – zu fordern und zu fördern.